Uwe Marschall

Willkommen, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Uwe Marschall und seit Ende der 1980er Jahre beschäftige ich mich mit dem traditionellen Rahmenbau. Ich habe mich auf gelötete Edelstahl-Rahmen spezialisiert, da diese in meinen Augen sowohl traditionelles Handwerk, hohe Praxistauglichkeit als auch eine unverwechselbare Optik miteinander verbinden.

1992 gab ich meinen Job als Schweißer und Schlosser bei Hoesch auf, gründete die Firma MARSCHALL FRAMEWORK in Dortmund und widme mich seit dieser Zeit ausschließlich dieser Passion.

Im Jahr 2000 verlegte ich die Firma in die neuen Räumlichkeiten am Möhnesee. Hier habe ich Raum und Muße, um mich diesem einzigartigen Handwerk zu widmen.

Die Entstehung Ihres Rahmens

Der Herstellungsprozess Ihres Maßrahmens beginnt mit der detaillierten Vermessung und Erfassung Ihrer Körpermaße. Ergänzt werden diese Maße um Ihre Vorlieben für Fahrverhalten und Sitzposition (z. B. geringe Überhöhung). Diese Vorgaben sind die Grundlage für Ihre Rahmengeometrie, die ich über eine Spezialsoftware ermittle.

Die Vermessung wird im besten Fall bei mir vor Ort vorgenommen. Hier können Sie in Ruhe Ihre Vorlieben oder Beschwerden bei der Ausübung Ihres Lieblingssports mit mir besprechen. Alternativ können Sie Ihre Maße selber ermitteln und in ein Formular (sende ich Ihnen gerne zu) eintragen.

Nachdem Ihre Maße vorliegen, wird der für Sie passende Rohrsatz ausgewählt. Für kleine oder leichte Fahrer/innen verwende ich andere Rohrdurchmesser als für athletische Sprinter oder Fahrer mit mehr Gewicht. Die Produktion findet zu 100 % in meiner Manufaktur in Möhnesee statt; vom Rohrzuschnitt über das Verlöten mit Silberlot bis zur Politur und Lackierung. Nach individueller Produktionszeit ist Ihr individuelles Sportgerät fertiggestellt.

Muffen und Silberlot

Eine Muffe ist ein gegossenes Verbindungsstück, in das die Rohre gesteckt und anschließend verlötet werden – die Bauweise, aus der klassische Stahlrahmen entstanden sind. Sie macht mehr Arbeit als eine Schweißnaht und ist der Grund, warum ein Rahmen von mir so aussieht, wie er aussieht.

Gelötet wird mit Silberlot bei rund 600 °C. Das hat einen Grund: Das Edelstahlrohr, das ich verarbeite, ist kaltgezogen. Zu viel Hitze nimmt ihm genau die Festigkeit, die es durch das Kaltziehen bekommen hat. Ein niedriger Schmelzpunkt schont das Material – deshalb löte ich, statt zu schweißen.

Muffenlos gelötete Rahmen gibt es auch, dafür bräuchte es andere Rohre. Ich mache es mit Muffen. Das machen heute nur noch wenige – nicht, weil es niemand haben will, sondern weil viele gar nicht mehr wissen, dass es das noch gibt.

Eigene Konifizierung

Die Rohre stelle ich nicht selbst her – Ketten- und Sitzstreben sowie die Gabelscheiden aber schon. Dafür steht bei mir eine Konifizierungsmaschine von Pedrazzoli aus Italien, inzwischen rund 50 Jahre alt. Solche Maschinen bekommt man nirgends mehr zu kaufen, und die Werkzeuge dazu, aus HSS-Stahl, sind entsprechend schwer.

Konifizieren heißt, den Außendurchmesser eines Rohres über seine Länge zu verjüngen. Bei der Gabel gehe ich vom 24-mm-Rundmaterial aus und ziehe es unten auf 15 oder 16 mm herunter, je nachdem, welchen Anschluss ich brauche. Anschließend wird ovalisiert – dafür habe ich eine Presse.

Andere Rahmenbauer kaufen diese Teile so, wie es sie eben gibt. Ich bin an dieser Stelle unabhängig: keine Lieferengpässe, keine Beschränkung auf Katalogmaße. Wenn ein Rahmen eine bestimmte Strebe braucht, mache ich sie. Auch das Werkzeug dafür entsteht bei Bedarf hier – etwa das Richtwerkzeug für Ausfallenden mit Steckachse.

Marschall Framework steht für

  • » Seit 1992 gelebte Passion für handgemachte Fahrradrahmen aus Edelstahl «
  • » Traditioneller Rahmenbau in Muffenbauweise «
  • » Maßrahmen und Standardgeometrien «
  • » Ketten- und Sitzstreben sowie Gabelscheiden aus eigener Konifizierung «
  • » 10 Jahre Garantie auf Rahmenbruch «

Fragen zum Rahmenbau?

Ein Rahmen beginnt mit einem Gespräch. Am Telefon ist vieles in fünf Minuten geklärt, wofür man sonst zehn Mails braucht – rufen Sie mich einfach an.